Stark für die Region – nah bei den Menschen: Volksbanken in Eppertshausen und Dreieich planen Fusion

Eppertshausen soll eigenständiges Beratungscenter werden – Aufwertung des Standorts durch Regionalstrategie von Dreieich

Die Volksbank eG Eppertshausen will ihre Filiale, die Arbeitsplätze und die örtliche Versorgung mit qualitativ hochwertigen Bankdienstleistungen durch eine Verschmelzung mit ihrem Kooperationspartner Volksbank Dreieich dauerhaft sichern. Für eine eigenständige Existenz sei die wirtschaftliche Basis nicht mehr gegeben. Die Volksbank Dreieich eG wiederum sieht zusätzliche Markpotenziale durch ein eigenständiges Beratungscenter am Standort Eppertshausen. Das Zusammengehen werde ein Gewinn für alle sein, zeigen sich die Vorstände beider Häuser überzeugt. Man wolle deshalb intensiv informieren und so um die Zustimmung der Eigentümer werben. Diese entscheiden voraussichtlich auf den jeweiligen Versammlungen im kommenden Jahr rückwirkend zum 1. 1. 2018.

„Eppertshausen soll als eigenständiges Beratungscenter eine strategische Säule im Regionalkonzept der Volksbank Dreieich werden“, betont Jens Prößer aus dem Vorstand der Volksbank Dreieich. Solche Zentren wurden in den letzten 10 Jahren bereits in Sprendlingen, Langen, Dietzenbach und Neu-Isenburg an Standorten ehemals selbstständiger Ortsbanken erfolgreich etabliert. „Eppertshausen wird unter dem Dach von Dreieich `seine´ Volksbank behalten“, ist Dirk Neiding, Vorstandsmitglied in Eppertshausen überzeugt. „Die vertrauten Gesichter vor Ort werden nicht nur erhalten bleiben, sondern unsere Berater werden in vielen Fällen auch mehr Möglichkeiten haben, auf Kundenbedürfnisse einzugehen.“ So würden in der Baufinanzierung sowie im Firmenkundengeschäft Entscheidungskompetenzen steigen und die Handlungsspielräume ausgeweitet. Auch neue Dienstleistungen wie Private Banking zur Entwicklung einer kundenspezifischen Anlagestrategie für das Vermögensmanagement könnten angeboten werden. Alle bekannten Serviceleistungen sowie wesentliche Eckpfeiler wie die Vereinsförderung sollen erhalten bleiben.

Durch ihre Regionalstrategie mit eigenständigen Beratungscentern strebt die Volksbank Dreieich echte Nähe zu den Kunden überall in ihrem heterogenen Marktgebiet an. „Persönliche Beratung in der Filiale für die Mitglieder und Kunden hat höchste Priorität‘“ sagt Prößer. In der seit 10 Jahren praktizierten Regionalstrategie sieht er einen zentralen Faktor der erfolgreichen unternehmerischen Entwicklung der Kreditgenossenschaft. „Unsere Regionaldirektoren werden in Dreieich, Dietzenbach, Langen und Neu-Isenburg wahrgenommen wie die Vorstände selbstständiger Häuser.“

Eine dauerhafte eigenständige Existenz der Volksbank in Eppertshauen ist Neiding zufolge nicht zu schaffen. Die schwache Ertragslage, hohe Risiken und eine viel zu dünne Eigenkapitaldecke gefährden demnach die Zukunft: Die Schere zwischen den regulatorischen Anforderungen und der Leistungsfähigkeit der Volksbank gehe immer weiter auseinander. „Die Bank lebt seit Jahren von ihrer Substanz – irgendwann ist dann nichts mehr da.“ Deshalb brauche man jetzt die Fusion, um den Standort zu sichern. Alles andere sei verantwortungslos.

„Die erfolgreiche Kooperation seit dem 1. Juli 2016, die Nähe der Geschäftsgebiete und die passende Unternehmenskultur sprechen für das Zusammengehen“, sind sich beide Vorstände einig. „Durch die Fusion werden wir stark für die Region sein und nah bei den Menschen.“